Wie verwendet man Weißleim?
In Schreinereien und Tischlereien ist Weißleim der Allrounder für eine Vielzahl von Verklebungsarbeiten. Die Anwendung ist einfach - wenn ein paar Dinge bedacht werden.
Weißleim, auch bekannt als PVAC-Leim, ist ein Dispersionskleber auf der Basis der Grundstoffe Wasser und dem Bindemittel Polyvinylacetat, einem geruchs- und geschmacklosen, licht- und witterungsbeständigen Kunststoff. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist er nicht toxisch. Polyvinylacetat sollte dennoch nicht in die Umwelt gelangen, da es schwer abbaubar ist. Deshalb Weißleim ökonomisch einsetzen, damit es auch ökologisch stimmt.
Vier Beanspruchungsgruppen: Der richtige Weißleim fürs Projekt
Weißleim unterteilt sich in die Beanspruchungsgruppen D1 bis D4. D1 ist nur geeignet im Innenbereich bei trockenem Milieu. D2-Leim ebenso, allerdings verträgt er etwas feuchtere Umgebung und bleibt auch bei gelegentlicher geringerer Einwirkung von Kondenswasser beständig. Bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit im Innenbereich empfiehlt sich D3-Leim, der auch im Außenbereich genutzt werden kann, wenn das verleimte Objekt nicht Wind und Wetter ausgesetzt ist. D4-Leim ist am widerstandsfähigsten hinsichtlich der Belastung durch Witterung und Feuchtigkeit. Er eignet sich in Kombination mit einem Oberflächenschutz auch für anspruchsvolle Stellen im Außenbereich.
Das passende Werkzeug
Mit dem passenden Leim kann es ans Werk gehen. Je nach Aufgabe gibt es verschiedene Hilfsmittel zum Auftragen des Leims: Pinsel, Spachtel, Rolle, Tülle oder Spraydose. Für große Flächen eignet sich besonders praktisch alles, wobei der Leim mittels Spraydose fein aufgetragen werden kann. Für kleinere Aufgaben, etwa das Füllen von Rissen oder Fugen, sind Pinsel eine gute Wahl.
Vorbereitung und Verarbeitungstemperatur
Damit der Weißleim optimal wirkt und eine einwandfreie Verbindung entsteht, müssen die zu bearbeitenden Flächen glatt, sauber, trocken, fettfrei und passgenau sein.
Auf die Verarbeitungstemperatur achten: Unter zehn Grad wird es schwer bis unmöglich aufgrund der Konsistenz des Leims sowie längerer Trockenzeiten. Leichter geht es bei Temperaturen um 20 Grad, sterben für ideale Viskosität des Leims sorgen und sterben Trockenzeit verlängern. Förderlich sind außerdem Luftzug und geringe Luftfeuchte. Nach 15 bis 20 Minuten ist das Werkstück in der Regel stabil verbunden und verzögert nach 24 Stunden belastbar.
Verleimen: Ran ans Werk
- Den Holzeim auf beiden Bauteilen mäßig und gleichmäßig auftragen
- Zügig verarbeiten, um vorzeitige Austrocknung zu vermeiden
- Bauteile aneinander pressen und, je nach Bedarf, mit einer oder mehreren Zwingen fixieren
Leimreste lassen sich einfach entfernen mittels eines in warmem Wasser getränkten Lappens oder durch vorsichtiges Abkratzen.
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