Was gibt es für Lacke?

2022-11-04 11:50:00 / Farben & Lacke Magazin

Lack ist nicht Lack. Es gibt Lacke in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen für unterschiedlichste Verwendung. Unsere Übersicht.

Klarlacke, Lasuren und Lackfarben

Lack unterteilt sich in drei Produkt-Kategorien: Klarlacke, Lasuren und Lackfarben. Entscheidend ist hier der Pigmentanteil. Klarlacke sind pigmentfrei, die farbneutral den Untergrund durchscheinen lassen. Lasuren weisen einen geringen Pigmentanteil auf, der für transparente bis semi-transparente Beschichtungen sorgt. Lacke verfügen über den höchsten Pigmentanteil und bilden eine deckende Schicht.

Zusammensetzung

Lacke bestehen aus mehreren Komponenten: Einem organischen Bindemittel, einem organischen Lösemittel und/oder Wasser. Hinzu kommen bei bestimmten Lacken die genannten Pigmente, Füllmittel und gegebenenfalls weitere Bestandteile. Je nachdem handelt es sich dann um sogenannte wasserbasierte Lacke oder lösemittelhaltige Lacke .

1K- und 2K-Lack

Ein 1K-Lack besteht aus einer Komponente, dem Lack selbst. Dieser Lack trocknet durch Verdunstung des Lösemittels. Ein 2K-Lack besteht aus dem Lack und einer zweiten Komponente: dem Härter, der durch die chemische Reaktion beider Komponenten für zusätzliche Widerstandskraft sorgt. 2K-Lack ist daher robuster als 1K-Lack, trocknet gleichzeitig aber langsamer.

Umweltverträgliche Lacke

Der Blaue Engel und weitere anerkannte Siegel auf dem Produkt zeigen es an: dieser Lack ist umweltverträglich. Schadstoffarme Lacke haben einen geringen Lösemittel-Anteil. Hierzu zählen vor allem wasserverdünnbare Lacke. Aufgrund der technischen Weiterentwicklung erfüllen heute auch eine Reihe lösemittelbasierter Lacke die Anforderungen zur Zertifizierung. 

Umweltgefährdende Lacke

Je höher der Anteil an Lösemittel und Zusätze, desto höher das Risiko für Mensch und Umwelt. Lacke dieser Kategorie sind durch ein orangefarbenes oder rot gerahmtes Warnzeichen gekennzeichnet. Sie verlangen ausdrücklich fachkundige, sachgerechte Anwendung und entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen, um eine Gefährdung zu vermeiden.