Lack überstreichen

2022-11-04 11:55:00 / Farben & Lacke Magazin

Lack auf Lack: das passt. Doch auf die richtige Vorbereitung kommt es an.

Einen neuen Lack einfach so auf den alten aufzutragen, führt zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Beschädigungen und Unregelmäßigkeiten des alten Lacks lassen sich durch Überstreichen nur mäßig oder überhaupt nicht ausgleichen. Zudem muss die Oberfläche des alten Lacks angeraut werden, damit der neue Lack sich stabil verbindet und haftet.

Den alten Lack anschleifen

Das Anschleifen des bestehenden Lacks erfolgt bei gleichmäßiger Oberfläche mit einem feinen Schleifpapier mit einer Schleifstärke zwischen 120 und 180. Sind größere Unebenheiten auszugleichen, geht es im ersten Arbeitsschritt mit einem gröberen Schleifpapier, Körnung 80 bis 100, zur Sache. Im zweiten Schritt folgt dann der Feinschliff. Neben feinem Schleifpapier eignet sich auch ein Schleifschwamm. Der Schliff im Kreuzgang unterstützt die Haftung des neuen Lacks.

Rückstände beseitigen

Vor dem neuen Anstrich haben Sauger, Besen oder Staubtuch ihren Einsatz. Gegebenenfalls auch Spülmittel, Essig oder Terpentin, um Alltagsspuren zu entfernen. Denn die zu bearbeitende Fläche muss frei von Rückständen sein, die, falls nicht beseitigt, die Haftung des neuen Lacks vermindern und einen gleichmäßigen, planen Anstrich verhindern. Ist das Werkstück frei von Staub, Fett und Überbleibseln des alten Lacks, kann das Auftragen des neuen Lacks erfolgen.

Lack auf Lack  

Bei der Wahl des neuen Lacks kann praktisch jeder Lack mit jedem kombiniert werden. Unabhängig davon, zu welcher Produktgruppe der alte oder neue Lack zählt. Unabhängig davon, ob wasser- oder lösemittelbasiert. Acryllack kann auf den alten Acryllack genauso gestrichen werden wie auf ursprüngliche Anstriche mit Kunstharz- und Dispersionslack. Gleiches gilt für Kunstharzlack, der über den alten Kunstharzlack hinaus auch auf Acryl- und Dispersionslack auf aufgetragen werden kann.

Pinsel oder Roller?

Form und Größe des Werkstücks entscheiden über das passende Werkzeug. Walzen und Malerrollen und mehr aus Schaumstoff eignen sich für flächige Arbeiten, insbesondere, wenn diese etwas größer sind. Für die Feinarbeit an Ecken und Kanten sind Pinsel optimal.

Auf Arbeitsschutz achten

Beim Schleifen werden gesundheitsgefährdende Partikel freigesetzt, die in die Atemwege dringen und Haut und Augen reizen können. Zudem kann sich der feine Abrieb in der Kleidung festsetzen. Je größer das Projekt, desto mehr Staub. Schutzkleidung, Atem- und Augenschutz sind ratsam. Ebenso eine gute Belüftung.

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