Kann Holzleim ablaufen und schlecht werden?
Klare Antwort: Ja. Holzleim kann ablaufen oder schlecht werden. Doch Leim kann deutlich über die Haltbarkeitsangabe hinaus für den Gebrauch geeignet sein. Unter bestimmten Bedingungen.
Hersteller wählen die Haltbarkeitsangabe in der Regel vorsichtig. Weißleim hält demnach zumeist 24 Monate, PUR- oder PU-Leim 12 Monate. Und zwar ungeöffnet. Zudem gelten für viele Leime Lagerzeiten im original verschlossenen Zustand von maximal 6 Monaten. Innerhalb dieser Zeitintervalle sollten die Leime optimal zu verarbeiten sein. Ähnlich den Angaben der Lebensmittelhersteller zur Mindesthaltbarkeit eines Produkts.
Fest verschlossen und trocken gelagert
Ebenso wie viele Lebensmittel sind aber auch Holzleime über die Haltbarkeitsangabe hinaus zu verwenden. Wenn sie, selbst nach dem Anbruch und weiterem Gebrauch, fest verschlossen, trocken und frei von Frost, Hitze und Sonneneinstrahlung gelagert werden.
Haltbar bis zu zehn Jahren
Doch auch Leime, die Frost ausgesetzt sind, müssen nicht gleich entsorgt werden. Bei langsamer Erwärmung und entsprechendem Umrühren können sie wieder tauglich sein. Anwender berichten von Haltbarkeit von bis zu zehn Jahren bei Weißleim. Auch PU-Leim kann deutlich länger zur Verarbeitung geeignet sein. Lagerung bei hohen Temperaturen von mehr als 30 Grad macht den Leim jedoch unbrauchbar.
Im Zweifel hilft das Prüfen von Zustand und Konsistenz: Ist der Leim frei von Schimmel, Klumpen und untypischem Geruch, kann er noch verwendet werden.